Zum Leserbrief „Wenig Leistungsbereitschaft“

Zum Leserbrief „Wenig Leistungsbereitschaft“

Also ich finde man sollte die Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht so negativ darstellen. Ich kenne viele Auszubildende und Studierende, die hoch motiviert sind und mit Leidenschaft ihre Wege gehen. Vielmehr sollte man positiv über Erfolge in der Ausbildung und im Studium berichten, so dass sich andere von den Erfolgen und Möglichkeiten anstecken lassen.

Außerdem gibt es viele tolle Ausbildungsbetriebe, die sehr viel in Ausbildungsplätze investieren. Das Leben ist ein Geben und ein Nehmen.

Man sollte auch nicht unterschiedliche Bildungsformen gegeneinander ausspielen. Jeder soll selbst entscheiden, ob eher eine Ausbildung oder ein Studium oder vielleicht beides eine Möglichkeit ist.

Die Jugendlichen sollten eine größtmögliche Freiheit bei der Wahl ihres beruflichen Weges erfahren dürfen.

Dabei darf man sich bei einem eingeschlagenen Weg auch mal umorientieren, wenn man merkt, dass der ausgewählte Beruf doch nicht der Richtige ist.

Denn einen Weg zu gehen, den man nicht gehen will, kostet mehr, als wenn man sich nochmal in eine neue Ausbildung oder ein neues Studium wagt. Und auch das ist eine Erfahrung für das Leben, denn schließlich macht man sich später nicht den Vorwurf, dass man nicht probiert hat, weil man dann nicht gewusst hätte, dass dieser Weg nichts für einen ist.

Manche Leute finden ihren Traumjob nicht sofort und brauchen etwas länger und das ist in Ordnung. Zufriedene und motivierte Arbeitnehmer, die mit Leidenschaft ihre Arbeit nachgehen, steigern die Leistungsfähigkeit von Unternehmen, während demotivierte Arbeitnehmer, die in einem Beruf feststecken, den sie eigentlich gar nicht machen wollen, eher hinderlich sind.

Wichtig ist, das wir uns immer wieder erinnern, dass wir für die Menschheit arbeiten und damit auch für einen selbst. Das wir unseren Beitrag dazu leisten, dass wir mit unserer Arbeit die Lebensqualität der Menschheit verbessern und damit auch unsere eigene.

Und zur Steigerung der Lebensqualität gehört auch ein Job, der zu einem passt. Schließlich verbringen wir sehr viel Zeit in unserem Leben beim Arbeitsplatz.

Wichtig ist es die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen, damit die Jugendlichen in die Lage versetzt werden, selbst auf ihren Traumberuf zu stoßen. Man sollte mit den Jugendlichen herausfinden was sie wirklich wollen und dann die nötigen Schritte einleiten wie sie dann alles weitere umsetzen können.

Jugendlichen sollte klar sein, dass es wichtig ist, den geeignetsten Beruf zu wählen, weil davon die Fülle des eigenen Lebens abhängig ist.

Eine Trennung zwischen Arbeit und Freizeit gibt es auf der seelischen Ebene nicht. So wie man sich in seinem Beruf fühlt, so strahlt man das auch in seiner Freizeit aus.

Die Wahl des Berufs ist nicht nur abhängig von der Bildungsform oder von Einkommensmöglichkeiten, sondern sollte in erster Linie abhängig sein von dem was man wirklich will!

 

Bernd Rehme

Eggermühlen