Kleine IGS: FDP gegen FDP

Breite Unterstützung für Horst Baiers Denkanstoß

Von Martin Schmitz (23.06.2012)

Die Kritik der FDP-Kreistagsfrakion an der „kleinen IGS“ in Ankum war offensichtlich nicht mit dem FDP-Verband der Samtgemeinde Bersenbrück abgestimmt. Der widerspricht nun der Kreistagsfraktion und unterstützt die Position des Bersenbrücker Samtgemeindebürgermeisters, SPD und BLA ebenso.

Samtgemeindebürgermeister Dr. Horst Baier hatte die Weiterentwicklung der Ankumer Oberschule zu einer „kleinen IGS“ angesprochen. Die lehnt die FDP-Kreistagsfraktion strikt ab, weil dadurch die Oberschule Neuenkirchen und das Artland-Gymnasium Quakenbrück geschwächt würden. Das wiederum wiesen Baier und die Unabhängige Wählergemeinschaft Ankum zurück.

Die FDP Samtgemeinde Bersenbrück findet die Argumentation Baiers und der UWG nachvollziehbar. Es sei durchaus sinnvoll „regionale vielfältige Bildungsangebote zu schaffen“, heißt es in einer Pressemitteilung, und den Schulstandort Ankum zu stärken. Und es sei sinnvoll, den Schülern aus der Altkeismitte mit einem neuen Schulangebot den langen Weg zur IGS Fürstenau zu ersparen. Außerdem: „Mit der Zusammenlegung der Haupt- und Realschule in Ankum ist es bereits zu einer integrierten Gesamtschule im kleinen Stil gekommen“, äußert sich der Ortsverbandsvorsitzende Bernd Rehme in der Presseerklärung.

Die Gruppe SPD/Bürgerliste Alfhausen im Rat der Samtgemeinde Bersenbrück teilt mit, dass sie der Stellungnahme der UWG Ankum voll zustimme. Die hatte argumentiert, schon die Abwanderung zahlreicher Schüler aus der Samtgemeinde Bersenbrück zur IGS Fürstenau zeige, dass es Bedarf an dieser Schulform in der Altkreismitte gebe. Ankum biete als Standort ideale Voraussetzungen. „Wir sind der festen Überzeugung, dass es die Aufgabe der kommunalen Politik ist, Wünsche von Eltern- und Schülerschaft zu erkennen und ein dementsprechendes Angebot zu schaffen“, so die UWG.

 

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