FDP wagt neuen Anfang in der Samtgemeinde Bersenbrück

Bernd Rehme übernimmt Vorsitz

Bersenbrück/ Eggermühlen. Mit einem neuen Vorstandsteam um Bernd Rehme aus Eggermühlen will der FDP-Verband für die Samtgemeinde Bersenbrück einen neuen Anfang machen.

Neben Rehme gehört Martin Brinkmann aus Ankum als Vize zum Vorstand und Egbert Mast aus Rieste als Kassierer. Christian Pohlmann-Geers aus Ankum unterstützt das junge Team ideell, mag aber aus unterschiedlichen Gründen derzeit nicht wieder in die Partei zurückkehren.

Der Rückzug des Ankumer Liberalen im vergangenen Dezember war ein deutliches Zeichen dafür, dass es im Verband kriselte. In der Kommunalwahl im Herbst sahen sich die Liberalen noch im Aufwind, traten mit einer Vielzahl von Kandidaten in fast allen Gemeinderäten der Samtgemeinde Bersenbrück an.

Zusätzliche Mandate konnten sie in den Gemeindeparlamenten aber nicht erobern, sie verloren vielmehr die beiden Sitze, die sie im Samtgemeinderat und im Ankumer Gemeinderat innehatten.

Im Samtgemeindeverband kam es zu einer Führungskrise. Viele Mitglieder machten den Vorsitzenden Daniel Eling aus Alfhausen für die Niederlage verantwortlich, er habe den Wahlkampf allzu eigenständig und ohne Einbindung der Mitglieder geführt, lautete damals der Vorwurf. Bis auf Eling legten alle Vorstandsmitglieder ihre Ämter nieder. Nach langem Zögern machte Eling schließlich den Weg frei für einen Neuanfang. Er gehört dem Samtgemeindeverband weiter als Mitglied an, arbeitet aber auf anderen Ebenen der FDP-Landesorganisation mit.

„Wir haben uns mehrmals zusammengesetzt und überlegt, wie es weitergehen soll“, schildert Rehme. Dabei stand der Anschluss an benachbarte Ortsverbände wie Bramsche oder Fürstenau zur Debatte.

Die Liberalen der Altkreismitte entschlossen sich aber, weiter eigenständig zu bleiben. Sie etablierten wieder einen Monatstreff, der jeden ersten Freitag im Monat im Hotel Hilker in Bersenbrück stattfindet. Mit Ausnahme von Feiertagen wie etwa Karfreitag.

Sie arbeiten an einer neuen Internetpräsenz. Und sie möchten sich künftig wieder zu regionalen politischen Themen äußern. So begrüßen sie das Projekt des Sportvereins Quitt Ankum, im Quitt-Stadion einen Kunstrasenplatz zu schaffen, der Baustein einer breit angelegten Jugendarbeit über den Verein hinaus werden soll.

Sorgen macht den FDP-Vertretern aber, dass die Gemeinde 300000 Euro der Baukosten von einer halben Million übernehmen solle. Angesichts einer Verschuldung von 3,4 Millionen Euro sei diese Summe nicht vertretbar, zumal auch andere Ankumer Vereine wichtige Investitionsvorhaben planten.

Um die Zuschüsse des Landessportbundes zu sichern, schlagen die Liberalen vor, eine Zwischenlösung für die Finanzierung zu finden, etwa durch die Einbindung von Sponsoren.

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