FDP Samtgemeinde Bersenbrück: Immer mehr neue Schulden blockieren zukünftige Investitionen!

Sonntag, den 17. Februar 2013 um 20:41 Uhr

SG Bersenbrück. (pm) „Die Projekte von Herrn Baier hören sich ja erst einmal ganz gut an“, meint Bernd Rehme, der Vorsitzender der FDP Samtgemeinde Bersenbrück ist. „Wenn da nicht die Schulden wären“, führt er im Nachsatz aus.

„Man spricht von Investitionen. Investitionen müssen aber auch insoweit sinnvoll sein, dass dadurch die Finanzierung mit der Zeit durch die Investitionsergebnisse in der Zukunft gedeckt werden können“, sagt der FDP-Vertreter  Leider hätten sich die Investitionen, die für die Altschulden in Höhe von 22 Mio. Euro verantwortlich sind, nicht ausgezahlt. Man gehe nun davon aus, dass die 4 Mio. Euro Schulden sich rentieren werden.

„Vielleicht sollte man erst einmal schauen, ob sich die vorherigen Investionen von 22 Mio. Euro irgendwann rentieren und abgebaut werden können. Auch für eine Samtgemeinde gilt, dass man nicht über seine Verhältnisse leben kann“, so der Rehme weiter. „Zukünftige Generationen sollen doch nicht in Schulden ersticken! Wenn man Geld ausgibt, dann muss man es bereits selbst haben oder man muss davon ausgehen, dass man zukünftig eigenes Geld hat, um die Schulden tilgen und um die Zinsen bezahlen zu können“.

Wenn die Fenster aus den Rahmen fallen wie Dieter Funsch (Die Grünen) berichtet habe, dann solle man mal ein langfristiges Sanierungsprogramm aufstellen und nicht immer warten, bis es schimmelt oder Fenster bereits aus den Rahmen fallen. Prävention sei, so die FDP,  meistens kostengünstiger als Intervention. Prävention sei kostentechnisch auch planbarer als eine Intervention. Ein ausgeglichener Haushalt sei viel attraktiver und gesund für die Zukunft als über die Verhältnisse zu leben! Schulden würden Sorgen machen und Investitionen für zukünftige Projekte vernichten..

Es hieße zwar von Detert Brummer-Bange, dass die Gemeinden für Zuzügler attraktiv gemacht werden müssten, der FDP-Vorsitzende stellt aber die Frage: „Ist aber eine Samtgemeinde attraktiv, die viele Schulden hat und daraus resultierend zukünftige Investitionen in den kommenden Jahren blockiert?“

Investitionen gut und schön, aber sie müssen verhältnismäßig sein und können auch in kleinerem Rahmen ausfalle, so die Aussage der Liberalen. Und weiter:  Wenn die Einnahmen für die angestrebten Ausgaben nicht reichen, dann sollte man auch nach neuen Einnahmequellen suchen. „Dabei könnten die Ansiedlung von Firmen in den Gemeinden eine sinnvolle Möglichkeit sein, um die Gemeindekassen zu entlasten“, schlägt Bernd Rehme vor.